Die Digitalisierung der Bönnigheimer Schulen soll weiter ausgebaut werden. Einstimmig beschloss das Gremium beim Thema Schul-Digitalisierung 2025 – Weiterentwicklung und Umstellung der Schulplattform: Die Schulplattform wird für die kommenden Jahre drei bis maximal fünf Jahre ausgeschrieben. Für den Betrieb der Schulplattform werden Managed Services ausgeschrieben. Der weitere IT-Service und Support wird in diese Ausschreibung einbezogen.
Zum Hintergrund: Eine Schulplattform ist eine zentrale digitale Lösung, die Schulen im Schulalltag bei der Verwaltung, der Organisation sowie im Unterricht unterstützt. Sie bietet Lehrmaterialien, Aufgaben und interaktive Lerninhalte. Lehrer, Schüler und Eltern können sich mittels Nachrichten, in Chats oder Foren austauschen. Außerdem können Schüler an Projekten und Dokumenten gemeinsam arbeiten. Zudem werden Stundenpläne, Anwesenheitslisten und auch die Schülerleistungen digital erfasst und verwaltet.
Zur Kenntnis nahm der Verwaltungsausschuss beim Thema Bedarfsplanung zur Kinderbetreuung in Bönnigheim die Anmeldezahlen zum Kita-Jahr 2025/2026. Ebenso zur Kenntnis nahm das Gremium die Ausführungen zum Angebot der Firma PANGEO zur Fortschreibung der Bevölkerungsprognose 2025 bis 2034.
Die Fachbereichsleiterin für Innere Dienste, Bildung und Ordnung Alexandra Kindler betonte, die Stadt habe viel in die Infrastruktur investiert und einen sehr guten Standard bei der Kinderbetreuung erreicht. Insgesamt jedoch stehe die Kinderbetreuung in Baden-Württemberg vor großen Herausforderungen, denn es mangle an qualifizierten Fachkräften. Zudem sei die Finanzierung eine ständige Herausforderung, da der Bereich von einer Kostendeckung weit entfernt sei. Der steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen könne die Kommune mit den eingeschränkten Kapazitäten nicht mehr gerecht werden. Dennoch sei sie bestrebt, dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr gerecht zu werden. Dank der vielfältigen Initiativen zur Personalgewinnung konnte die Stadt nun die dritte Gruppe im Familienzentrum eröffnen. Mittlerweile hätten auch die Kinder, die noch im September auf der Warteliste gestanden hätten, eine Zusage erhalten, ab wann ein Platz für sie zur Verfügung stehe, informierte Birgit Papendorf, Leitung Fachgebiet Ordnung, Bildung und Betreuung. Bürgermeister Dautel betonte, die Pangeo-Zahlen seien für die bauliche Erweiterung des Schulzentrums und des Familienzentrums im Schlossfeld maßgebend gewesen. Diese Statistik gebe der Stadt Sicherheit, dass sie für die jeweilige Bevölkerungsentwicklung zur rechten Zeit das Richtige tue.
Einstimmig beschloss das Gremium beim Thema Bedarfsorientierte Betreuung an der Grundschule: Anmeldungen für Schuljahr 2025/2026, Ferienbetreuung 2025 und Änderung der Benutzungsrichtlinie: Die Richtlinie für die Bedarfsorientierte Betreuung von Schülerinnen und Schülern der Ganerbenschule wird in § 4 Absatz 5 dahingehend geändert, dass eine Abmeldung künftig nur noch mit einer Frist von vier Wochen zum Ende eines Schuljahres möglich ist.
Nach wie vor werde das Angebot sehr gut nachgefragt, betonte Birgit Papendorf. 112 Schülerinnen und Schüler besuchen die Bedarfsorientierte Betreuung im laufenden Schuljahr. Für 2025/2026 lägen bereits 28 neue Anmeldungen vor. Die Verwaltung überlege derzeit, die Betreuungsblöcke der flexiblen Nachmittagsbetreuung anzupassen. Derzeit sei – abgesehen von der Zehn-Kinder-Regelung – eine Betreuung von 50 Stunden möglich. Der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung umfasse jedoch 40 Stunden wöchentlich. Mit dem Rechtsanspruch entfalle die Zehn-Kinder-Regelung ab dem Schuljahr 2026/2027 für die Erstklässler. Spätestens dann sei ein flexibleres Modell sinnvoll. Bei der Ferienbetreuung biete die Bedarfsorientierte Betreuung im Sommer 2025 ein Angebot für die letzten drei Ferienwochen. Unter dem Vorbehalt, dass ausreichend Personal gefunden werde, könne die Bedarfsorientierte Betreuung ihre Ferienbetreuung alle Kinder aus Bönnigheim öffnen. Außerdem werde die Deutsche Kinder-Sport-Akademie während der Sommerferien wieder ein Angebot durchführen.
Zur Kenntnis nahm das Gremium die Information zur Sanierung und Neugestaltung des Stadtarchivs sowie zur Kostenfeststellung. Nach monatelangen Arbeiten präsentiert sich das Archiv der Ganerbenstadt in neuem Glanz. Helle Wände, ein frischer Bodenanstrich und ein modernes Regalsystem sorgen für eine einladende und zugleich funktionale Atmosphäre. Von den umfangreichen Arbeiten, die Archivarin Tordis Oder sowie die Teams der Hausmeister und des Baubetriebshofes geleistet haben, hatte sich der Gemeinderat bei seiner Begehung bereits Ende Januar überzeugt. Während der Vorbereitung hatte Tordis Oder die Grundakten gesichtet, vorsortiert und eingepackt – eine ebenso aufwendige wie mühsame Arbeit, die mit 350 Kartons voller Archivgut endete. Diese sortierte die Archivarin nach der Sanierung des Raumes in speziellen Archivboxen in das neue Regalsystem ein. Viel Arbeit dabei sei die noch laufende Erfassung des Archivbestands, da die letzte umfassende Dokumentation 1977 erfolgt war. Auch ein digitales Findbuch habe Tordis Oder angelegt und plane künftig einzelne Bestände ebenso digital zu erfassen, informierte Birgit Papendorf. Mit der Modernisierung bleibt das historische Erbe der Stadt für kommende Generationen und alle, die sich für die Vergangenheit ihrer Heimat interessieren, gut erhalten.
Ebenso zur Kenntnis nahm das Gremium die Information der Beratungsstelle Migration und Flucht in der Jahresbericht-Erstattung über das Jahr 2024.
Die vollständigen Unterlagen zur Sitzung sind im Ratsinformationssystem www.boennigheim.de beim Sitzungstermin des 13. März 2025 zu finden.